Haben Sie schon mal versucht, einen Luftballon steigen zu lassen, indem Sie ihn festhalten? Vermutlich nicht. Wäre ja auch total verrückt. Solange Sie ihn festhalten, kann er nicht fliegen, das ist Ihnen völlig klar. Sein Band wird in Ihrer Hand verweilen und der Luftballon begleitet Sie unaufhörlich, egal wohin Sie auch gehen. Blöd nur, wenn Sie den Luftballon gar nicht mehr haben wollen, wenn Sie Ihre Hand frei haben wollen, um etwas anderes aufzuheben und in die Hand zu nehmen.

Mit dem Loslassen in unserem Leben verhält es sich genauso. Sie kennen das vielleicht: Den Traumjob hat man nicht bekommen, in Ihrem Traumhaus wohnt jetzt ein anderer oder der Mensch an Ihrer Seite hat sich einem anderen Menschen zugewandt. Ab und an ist es eben soweit, dass wir einen Menschen, eine Illusion, eine Vorstellung, eine Umgebung, einen Job oder was auch immer loslassen müssen. Und ja, das tut weh.

Aber nicht loslassen auch. Und das auch noch länger. Denn es bedeutet, in einer schmerzhaften Situation zu verharren und mit ihr zu hadern. Und das ohne Aussicht auf positive Veränderung. Denn die tritt halt nur ein, wenn wir loslassen. Wenn wir uns von etwas lösen, was uns eh nicht mehr guttut.

Also akzeptieren Sie, was ist. Nur so bekommen Sie die „Hände frei“ für einen anderen Menschen, eine neue Vorstellung, einen neuen Job, ein neues Glück.

Loslassen ist nichts anderes, als eine bewusste Entscheidung. Eine Entscheidung dafür, dass es uns besser gehen darf. Dass wir nicht mehr zurück schauen auf das, was uns gekränkt, verletzt, gedemütigt oder eingeschüchtert hat. Und dass wir stattdessen nach vorne schauen. Dorthin, wo Neues auf uns wartet. Neues, das wir mitgestalten können.

Mitgestalten, indem wir die Erfahrungen, die uns die vergangene missliche Lage brachte, mit einfließen lassen.
Letztendlich ist Loslassen somit die Möglichkeit, in einem erfüllten und glücklichen Leben anzukommen. Einem Leben, das Ihnen und zu Ihnen passt.

„Geht eine Tür zu, geht eine andere auf.“ Der Volksmund hat Recht. Und wer weiß, vielleicht gefällt Ihnen das, was Sie hinter der neuen Tür finden ja sogar viel besser, als das, was Sie so lange krampfhaft festhielten.