Sind Sie Fußballfan? Ich nicht so wirklich, aber vom Fußball können wir was Wichtiges lernen: Was immer Sie auch vorhaben: Konzentrieren Sie sich auf das Ziel. Und auf nichts anderes! Wie der Fußballer, der den Ball ins Tor schießen möchte.

Nur wenn er das Tor im Visier hat, wird er womöglich einen Treffer landen. Er muss sich also schon dem Tor zuwenden. Würde er ihm den Rücken zukehren und jammern, dass er ja eh nie treffen würde, dann wird das nichts mit der Bundesliga. Oder wenn er stattdessen seinen Blick Richtung Publikum wendet und darüber nachdenkt, ob da welche sitzen, die ihm eh nichts zutrauen und er somit erst gar nicht schießt.

Viele von uns scheitern nicht, weil sie etwas nicht können, oder weil das „Schicksal“ gegen sie ist. Sie scheitern, weil sie das Ziel nicht ständig vor Augen haben. Und sich stattdessen auf die Schwierigkeiten konzentrieren. Auf die, die man im eigenen Kopf konstruiert.

Nehmen wir mal, Sie wollen sich beruflich verändern und streben einen besseren Job an. Sie sind aber noch nicht entsprechend qualifiziert. Mit einer längeren Fortbildung wäre es jedoch möglich, den Traumjob zu erhalten. Aber bis dahin ist es eben noch eine gewisse Wegstrecke. Und somit auch viel Zeit für negative Gedanken wie:
„Wie soll ich das nur neben meinem Job schaffen, das kriege ich ja eh nicht hin.“
„Nachher habe ich so viel Zeit und Anstrengung investiert und dann bekommt der Müller aber den Job.“
„Und wenn da Module dabei sind, die ich eh nicht kapiere?“

Diese Jammerreihe ließe sich beliebig fortsetzen. Und nicht nur das, sie setzt sich blöderweise auch noch in unserem Bewusstsein fest und lässt sich so jederzeit schnell wieder abrufen. Und ehe wir uns versehen, ist ein Jahr vorbei und Sie haben die Fortbildung nicht angetreten.

Dieses Negativprozedere gilt für alle Ziele, die wir uns zwar vornehmen, aber selber sabotieren. Egal ob es um sportliche Betätigung, eine berufliche Veränderung, das Aufräumen der eigenen Bude oder irgendetwas anderes geht.
Also fragen Sie sich: Wollen Sie Ihr Ziel wirklich erreichen, oder wollen Sie in dem Status quo bleiben, in dem Sie sich befinden? Beides ist legitim, aber Sie sollten sich klar darüber sein, dass Sie selbst entscheiden, ob Sie weiterkommen, oder stehen bleiben.

Denn Ziele sind -trotz Hindernisse- erreichbar.

Machen Sie sich klar, wo Sie hinwollen. Und dann machen Sie kleinere, gut erreichbare Unterziele, mit dem Blick immer auf das Ziel statt auf das, was Sie davon abhalten könnte.
Konzentrieren Sie sich nur auf das kleine Ziel, das Sie sich für diesen Moment vorgenommen haben, zum Beispiel, sich für die Fortbildung anzumelden. Und dann fokussieren Sie sich auf jeden einzelnen Tag und wie Sie das entsprechende Tagesziel erreichen. Und loben Sie sich ruhig immer wieder dafür, denn Sie können zu Recht stolz auf sich sein. Eigenlob stimmt!

So rückt das große Ziel langsam aber sicher in Reichweite, auch wenn zwischendrin mal kleine Misserfolge auftreten. Aus denen kann man lernen und sie vergrößern das Glücksgefühl, das am Ende Ihrer Reise steht.

Sie sind größer als Sie denken!